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Asse II: Brücher fordert, Gutachten zu veröffentlichen

Infos zu Standfestigkeit wichtig für Gefahrenanalyse

Berichterstattung der Braunschweiger Zeitung/Wolfenbütteler Zeitung und Anzeiger
vom Freitag, 6. Oktober 2007

REMLINGEN. Sorgen um die Standfestigkeit des AsseII-Schachts macht sich der Vorsitzende der Kreistagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen, Bertold Brücher. Er bezieht Stellung zu einer nicht-öffentlichen Informationsveranstaltung des Bundesforschungsministerium in Braunschweig. Brücher meint: "Die Strategie, alles einzubuddeln und zu hoffen, dass der mögliche Verseuchungsgrad des Grundwassers mit radioaktiven und höchst giftigen Stoffen im akzeptablen Rahmen bleibt, ist vor dem Hintergrund langfristiger Vergiftungsrisiken blauäugig." Zwar müsse die Standfestigkeit des Asse-Schachts gesichert sein. Doch müsse dabei eben wissenschaftlich-seriös vorgegangen werden.
Brücher fragt: "Warum wird das Gutachten über die Standfestigkeit nicht öffentlich gemacht - vor allem, wenn aus diesem heraus die Eilbedürftigkeit begründet wird?" Erst danach könnten die Gefahren realistisch eingeschätzt werden.
"Kein Mensch verkennt, dass auch das Herausholen des Atommülls mit Mühen belastet ist - aber es handelt sich um einen zeitlich begrenzten und steuerbaren Prozess."
Brücher weiter: "Ein Vermodern radioaktiver Stoffe, eine nicht kalkulierbare Gasbildung, eine Verbindung von Wasser und Plutonium in einem geschlossenen, aber undichten Schacht - das bedeutet ein nicht steuerbares Risiko - in 20 Jahren, in 100 Jahren und auch in 1000 Jahren."
pos/r.

 


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