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Schacht Konrad: so sicher wie der absaufende Schacht ASSE II

Asse II - nur wenige Kilometer von Schacht Konrad entfernt

Am 7. Juli 2007 fand nach einem Sternmarsch eine Kundgebung vor dem Gelände des Schachts Konrad statt. Mit der Veranstaltung wurde auf die Großdemonstration am 13.10.2007 zum Schacht Konrad hingewiesen. Aber nicht nur das: auch machten Redner darauf aufmerksam, dass die Umwidmung des ehemaligen Erzschachtes zum Atommüllendlager immer noch politisch verhinderbar ist. So wurde auf die Möglichkeit des Parlaments verwiesen, zu verhindern, dass überhaupt Gelder in den Bundeshaushalt eingestellt werden, um Vorbereitungsmaßnahmen zur Umrüstung zu stellen. Es wurde in der Kundgebung auch betont, dass der nur 20 km entfernte Schacht Asse II warnendes Beispiel ist: dort liegen 127.000 Atommüllfässer und rosten vor sich hin, in einem stillgelegten Bergwerk, welches undicht ist und in das täglich 12.000 l Wasser einbrechen. Mit Wahrscheinlichkeit wird angenommen, dass Radioaktivität in das Grundwasser gerät - und doch will der Bund das Bergwerk mit Salzlauge verfüllen und somit schließen.

In diesem Zusammenhang weist Bertold Brücher, Vorsitzender der GRÜNEN Kreistagsfraktion im Landkreis Wolfenbüttel darauf hin, dass sowohl Asse II wie auch das 35 km entfernte Morsleben zeigen, dass das Atommüllendlager-Konzept des Bundes gescheitert ist: es gibt keine Möglichkeit, Atommülllager wartungsfrei und nicht rückholbar zu schließen - denn sonst besteht stets die Gefahr, dass Radioaktivität unkontrolliert zurück kommt. Von daher ist es eine Illusion, dass Konrad hier "besser" ist. Das Ziel, Konrad zu verhindern sei genau so legitim wie die Forderung, den Atommüll aus Asse II wieder zurückzuholen, betonte Brücher.

Aus diesem Grund werden die Aktionen von Bürgeriniitiativen um die Endlagerstandorte Gorleben, Schacht Konrad, Morsleben und Asse II in diesem Herbst unter ein einheitliches Thema gestellt: nämlich dass die einzigen beiden Endlager Asse II und Morsleben zeigen, dass Endlagerung nicht funktioniert, aber uneinschätzbare Gefährdungen, vor allem für das Grundwasser, mit sich bringen.


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E-Mail an Bertold Brücher