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Visionen für die Samtgemeinde Sickte

SPD und Grüne suchen einen gemeinsamen Kandidaten für die Samtgemeindebürgermeisterwahl

SICKTE. Die drei Bewerber - Petra Riedel, Christian Müller (beide SPD) und Berthold Brücher (B90/Grüne) - standen den Bürgern und Parteifreunden im Sickter Herrenhaus Rede und Antwort.

Einen von ihnen werden die Samtgemeindeverbände der SPD und der Grünen als gemeinsamen Kandidaten für die Wahl im nächsten Jahr aufstellen. Ob vom Weg zur energieautarken Gemeinde die Rede ist, wie bei Brücher, oder von neuen Beteiligungsstrukturen (Müller) oder von attraktiveren Lebensbedingungen für Jung und Alt (Riedel), eins steht fest: Alle drei Kandidaten haben Visionen für die Samtgemeinde.

Und alle drei gaben zu verstehen, dass die Finanzlage Visionen einschränkt. Um die Finanzpolitik der Samtgemeinde zu gesunden, brachte Müller die Reduzierung freiwilliger Aufgaben ins Spiel. "Das tut vielen weh. Daher sollten alle Bürger bei solchen Erwägungen mit einbezogen werden", so der 41-jährige SPD-Fraktionssprecher. Seine Parteikollegin Riedel will sich auf die Lebensqualität der Samtgemeinde konzentrieren. "Wir müssen unsere Stärken stärken", sagte die Gemeinderatsfraktionsvorsitzende, dann würde sich vielleicht mehr Gewerbe ansiedeln. "Klimaschutz zahlt sich aus", erklärte Brücher. Da Energiekosten stetig steigen, sei es sinnvoll nachhaltig zu handeln und beispielsweise energieeffizient zu bauen. Über die Einheitsgemeinde als Lösungsansatz dachten alle Kandidaten laut nach.

"Als Verwaltung müssen wir dem Servicegedanken gerecht werden", sagte Riedel zum Thema bürgerfreundliche Verwaltung und kündigte ein Bürgerbüro an. Müller wolle außerdem ein zentrales Beschwerdemanagement etablieren. Eine Integrierte Gesamtschule war ein zentrales Anliegen für Brücher. Einig sind sich alle Kandidaten in einem Punkt: Ein Personalrat für die Samtgemeindeverwaltung muss her.

Am 10. Januar werden Mitglieder der SPD und der Grünen dann über einen gemeinsamen Kandidaten abstimmen. Die Samtgemeindebürgermeisterwahl ist am 18. März. lüp

Christian Müller, Petra Riedel und Bertold Brücher

Bericht aus der Braunschweiger Zeitung Wolfenbüttler Zeitung und Anzeiger vom 9. Dezember 2011


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