
Licht und Schatten, Erfreuliches und Problematisches konnte der Bundesvorsitzende der GRÜNEN, Reinhard Bütikofer auf seinem Besuch im Landkreis Wolfenbüttel, bei dem ihn der Landtagskandidat für Wolfenbüttel, Cremlingen und Sickte Bertold Brücher begleitete, sehen und erfahren.
Vormittags besichtigte er Schacht ASSE II. Bei dieser Grubenfahrt waren u.a. zugegen Christa Garms-Babke, GRÜNEN-Kandidatin für den Wahlkreis Wolfenbüttel-Süd und Stefan Wenzel, Vorsitzender der Niedersächsischen Landtagsfraktion der GRÜNEN. Das offene Gespräch mit den Verantwortlichen des Schachtes, aber auch mit Herrn Ulrich Kleemann vom Bundesamt für Strahlenschutz ergab, dass im Atommüll-Endlager Morsleben durch Stabilisierungsmaßnahmen am Grubengebäude Zeit gewonnen wird – Zeit, um unter Abwägung der Risiken die sinnvollste Entscheidung für die Anlage treffen zu können. Ähnliches, so Brücher später, sollte auch für ASSE II vorstellbar sein: denn schon während einer Diskussionsveranstaltung des Landkreises Wolfenbüttel in Schöppenstedt hätten Geologen bestätigt, dass nicht die Standfestigkeit des ASSE-Schachtes das große Problem sei, sondern die in ihn einfließende Lauge.
Nachmittags dann konnte ein Glanzlicht im Landkreis besucht werden. Bütikofer ließ sich die Evangelische Stiftung Neuerkerode zeigen. Dem schloss sich ein Gespräch mit der Bürgervertretung an. Fazit des GRÜNEN-Vorsitzenden: „Es ist interessant zu sehen, welche vielfältigen Möglichkeiten hier existieren, ob Tierhaltung oder Kunstprojekte, hier wird versucht möglichst individuell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung einzugehen und die Selbstbestimmung zu fördern.“ Beeindruckt war er auch von dem vorbildlichen Klimaschutzprojekt, welches der Leiter der Einrichtung, Direktor Rüdiger Becker zuvor erläutert hatte. Mit ihm haben die Neuerkeröder sich ehrgeizige Ziele gesetzt, für deren Erfüllung die GRÜNEN-Vertreter viel Erfolg wünschten.