Wir wollen, dass BürgerInnen aus eigenem Antrieb in großem Maße für das Gemeinwesen Sorge tragen. Wir wollen Verantwortungsübernahme der Einzelnen zum Wohle der Allgemeinheit fördern.
Denn wir verstehen BürgerInnen-Engagement als soziales Kapital unserer Gesellschaft. Wir verstehen BürgerInnen-Engagement und Bürgerbeteiligung als Querschnittsaufgabe für alle Bereiche der Politik und Verwaltung.
Gelingt es, in Bürgerin und Bürger das Bedürfnis nach freiwilliger Selbstverpflichtung zu erwecken und noch stärker zu fördern, so sind wir auf dem Weg hin zur BürgerInnengesellschaft ein gutes Stück weiter: eine neue Balance zwischen Staat, Marktunternehmen und dem privaten Bereich der Familie bei der Aufgaben- und Verantwortungsteilung wird möglich.
Dabei haben wir in Niedersachsen gute Voraussetzungen. Wir blicken auf ein breites ehrenamtliches Engagement. Sowohl im Wohlfahrts- und Sportbereich wie auch jenseits der klassischen Verbands- und Vereinsarbeit engagieren sich viele Menschen - weil es Spass macht, interessant ist und das gesellschaftliche Miteinander stützt, belebt und fördert. Doch gibt es nach wie vor Viele, die Lust auf Engagement haben und dies nicht anbringen können.
Somit nutzt das Land Niedersachsen leider nicht dieses von BürgerInnen gezeigte Interesse hinreichend und vernachlässigt somit vorhandene Potenziale. So werden zum Beispiel seit Jahren junge Leute zurückgewiesen, die sich für andere Menschen oder für die Umwelt engagieren wollen, weil es nicht genügend Plätze im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) und im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) gibt. Nach wie vor fehlt es an einem koordinierten Ausbau von Freiwilligenagenturen und anderen kommunalen Anlaufstellen zu einem landesweiten Netzwerk.
Dies werden wir ändern:
Wir schaffen eine Koordinationsstelle, die bspw. in der Staatskanzlei ressortübergreifend agieren oder in einem bestimmten Ministerium angesiedelt über den eigenen Arbeitsbereich hinaus arbeiten kann.
Wir schaffen Qualifizierungsangebote.
Wir schaffen eine neue Anerkennungskultur jenseits von Händedruck und Ordensverleihung.
Dazu gehören
Wir wollen nicht nur jede/r einzelne Bürger/in für die BürgerInnengesellschaft begeistern, sondern auch das Engagement niedersächsischer Unternehmen stärker für die Gemeinschaft einbinden. Denn neben Spenden und Sponsoring geht es auch hier um die Übernahme sozialer Verantwortung.